Wer gleich am ersten Samstag des neuen Jahres eine Großveranstaltung durchführt, den holt nach ein paar ruhigen Tagen zum Jahreswechsel der Arbeitsalltag sehr schnell wieder ein. Auch der diesjährige Lauf zur SuperEnduro-Weltmeisterschaft am 5. Januar in der SACHSENarena Riesa ist wieder eine derartige Großveranstaltung, und die gastgebende Eventmanufaktur Auerswald deshalb schon seit dem Neujahrstag kräftig am Werkeln.

 

Nachdem der Tribünenbau längst abgeschlossen und die administrativen Vorarbeiten sehr weit vorangeschritten sind, geht es nun an die Strecke. Diese wird mit rund 1.000 Tonnen Erde, 150 Tonnen Sand, 200 großen Flusssteinen, 200 Baumstämmen, 200 Holzscheiten, 20 Dumper-Reifen seit dem Dienstag regelrecht modelliert. Dazu erklärt Daniel Auerswald, der zusammen mit seinem Bruder Tobias „den Hut aufhat“: „Wir sind seit Dienstag vor Ort und im Einsatz. Die Streckenbaucrew umfasst 15 Mann, gearbeitet wird von zirka acht bis 22 Uhr. Dabei bilden wir zwei Teams, eins für die Baggerarbeiten und eins für die Holzarbeiten. Die Erdauflage wird ca. 30 Zentimeter betragen, auch unter der Sandgrube. Darauf werden dann die einzelnen Sektionen wie das Geröllfeld, die Matrix, eine Wasserdurchfahrt, eine Sandgrube und diverse Sprunghügel aufgebaut. Unser Ziel ist es wieder, am Donnerstag mit der eigentlichen Strecke fertig zu sein, denn danach gibt es noch einige Kleinarbeiten, wie das Aufhängen von Werbebannern und das Errichten der Podeste für die Streckenposten.“

Die Halle füllt sich – vorerst mit Erde und anderer SuperEnduro-Materie

Bei der Veranstaltung selbst ist dann allein der sportliche Ausrichter, der MSV Riesa, mit 60 Personen im Einsatz. Dessen Arbeit begann im engen Zusammenspiel mit dem Rennleiter Heiner Schmidt, dem einzigen Deutschen mit einer FIM CoC Superlizenz (CoC steht für Clerk of the Course), schon vor Monaten mit der ganzen sportrechtlichen Vorarbeit. „Mit dem Kassen- und Parkplatz-Personal, Security, medizinischem Dienst und sonstigen Helfern kommen wir locker auf über 100 Helfer. Natürlich ist das ein enormer Aufwand, den wir alle zusammen betreiben, aber wenn die Fahrer und vor allem die Fans am Ende zufrieden sind und wir eine tolle Stimmung in der Halle hatten, war es die Mühen wieder wert“, ergänzt Tobias Auerswald.

 

Los geht das Spektakel der Superlative 18:00 Uhr, Hallenöffnung ist zwei Stunden zuvor. Die Autogrammstunde mit den Top-Ridern findet diesmal ab 16:30 Uhr direkt auf der Strecke statt. Wem das alles nicht genug ist, der kann mit einem Zusatzticket schon ab 10:00 Uhr in die Halle und die Trainings und Ausscheidungsrennen verfolgen. Der Run auf die Tickets ist ungebrochen, sodass man wieder von einer vollen Hütte ausgehen kann.

 

Die immer rarer werdenden Karten für das Riesaer Indoor-Spektakel der besonderen Art, gibt es noch unter www.superenduro-riesa.de, den Onlineshop https://luna.lunabe.de/online/index.php3?shopid=266, die Ticket-Hotline +49 341 33173633 (Mo. – Fr. 9:00 – 17:00 Uhr) und die Riesa-Information (Hauptstraße 61, 01589 Riesa, http://www.tourismus-riesa.de). Ansonsten bleibt noch die Tageskasse, weggeschickt wird niemand.