Favoriten brachten sich für SuperEnduro-WM in Riesa in Stellung

Wie in den letzten Jahren, ging der Saisonauftakt der SuperEnduro Weltmeisterschaft 2019/2020 im polnischen Krakau über die Bühne. Dieser galt wieder als erste Standortbestimmung für die fünf Läufe umfassende WM, aber auch für den deutschen Grand Prix, der am Samstag, dem 4. Januar 2020, in der SACHSENarena Riesa stattfinden wird.

 

In der Top-Klasse „Prestige“ kam es zum erwarteten Vierkampf der je zwei KTM- bzw. Husqvarna-Factory-Rider Taddy Blazusiak und Jonny Walker sowie Billy Bolt und Alfredo Gomez. Von den drei Heats gewann der Brite Billy Bolt deren zwei und war am Ende der gefeierte Gesamtsieger.

Taddy Blazusiak (# 111) freut sich schon auf den nächsten WM-Lauf in Riesa

Noch mehr Jubel wurde dem polnischen Nationalheld Taddy Blazusiak entgegengebracht, der den mittleren Lauf gewann und schlussendlich Tageszweiter wurde. Der erklärte Deutschland-Fan sagte anschließend: „Ich freue mich schon auf den nächsten Lauf in Riesa, denn ich bin mir sicher, dass dort wieder eine spektakuläre Strecke gebaut wird. Außerdem sind die deutschen Fans sehr fachkundig und vor allem fair.“

Auf Rang drei landete der Spanier Alfredo Gomez, gefolgt von Jonny Walker, ebenfalls aus Großbritannien.

Als Gesamtfünfter wurde der überwiegend in Deutschland lebende Südafrikaner Blake Gutzeit quasi „best oft he rest“.

Die deutschen Starter, der Badener Kevin Gallas sowie Tim Apolle aus Sachsen-Anhalt, belegten die Plätze sieben und neun.

Kevin Gallas startete mit einem siebenten Rang in die neue Saison
Tim Apolle fuhr bei seinem Debüt in der Prestige-Klasse in die Top 10

Sogar einen deutschen Podestplatz gab es in der Klasse Junior zu feiern. Der Niedersachse Leon Hentschel fuhr einen zweiten und einen vierten Platz sowie einen Laufsieg ein und musste am Ende lediglich dem US-Amerikaner Ty Cullins den Vortritt lassen. Tagesrang drei sicherte sich der Bulgare Teodor Kabakchiev.

Leon Hentschel freute sich über Rang zwei bei den Junioren

Einen super Einstand gab der ebenfalls aus Norddeutschland kommende Milan Schmüser. Der erst 16-Jährige durfte in der Vergangenheit altersbedingt noch nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen, doch nun qualifizierte er sich bei seinem Debüt nicht nur unter den 26 Probanden für die Hauptrennen der besten 14, sondern wurde sensationell Gesamtsechster.

Mischte bei seinem WM-Debüt auf Anhieb in der Junioren-Weltspitze mit – Milan Schmüser

Als dritte Klasse war in Krakau der Europe Cup an Bord, der 2019/2020 drei Läufe umfasst und diesmal in Riesa zu ersten Mal vertreten sein wird. Der Schwede Magnus Thor gewann in Polen beide Heats und gilt somit in dieser Klasse als Top-Favorit. Punktgleich mit dem Gesamtdritten verfehlte Pascal Springmann das Podest denkbar knapp. Unmittelbar hinter ihm wurde Thomas Schley Fünfter. Unter 43 Fahrern qualifizierte sich zudem der Erzgebirger Marcel Teucher als dritter Deutscher für die Wertungsläufe und belegte am Ende Rang zehn.

Verpasste das Europe-Podest denkbar knapp – Pascal Springmann
Marcel Teucher auf dem Weg zu Gesamtrang zehn

Den Saisonauftakt in Krakau bereisten auch die Macher der deutschen WM-Runde, die Brüder Daniel und Tobias Auerswald von der gleichnamigen Eventmanufaktur. Dazu erklärten sie, dass es jedes Jahr ein paar Veränderungen beim Modus, dem Regelwerk oder im organisatorischen Bereich gibt. „Wir führen am ersten Samstag im neuen Jahr zum schon sechsten Mal den deutschen SuperEnduro-WM-Lauf in Riesa durch und sind bisher über für die Organisation stets gelobt worden. Dennoch kann es nie schaden, mit dem Promoter ABC Communication, dem Motorrad-Weltverband FIM oder den Fahrern im direkten Gespräch zu stehen. Wir hatten auch diesmal wieder eine Vertreterin unseres sportlichen Ausrichters, dem MSV Riesa, mit und wollen nichts dem Zufall überlassen“, sagte Daniel Auerswald am Rande.

Daniel (li.) und Tobias Auerswald (re.) mit dem Auftaktsieger Billy Bolt